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DABIS.Unternehmen.Software.Server

Software und DBMS (Database Management System) haben nicht per se ein Ablaufdatum, aber de facto. Hardware und Betriebssysteme werden weiterentwickelt, Applikationsebenen werden neu entwickelt, Kommunikationsprozesse werden neu geschrieben – und DBMS und Client-Software werden ebenfalls adaptiert. Und dann fällt irgendwann auch bei den Software- und DBMS-Anbietern die Entscheidung, eine "Bereinigung" der Software durchzuführen, ältere Routinen fallen zu lassen und auszutauschen, Ablaufprozesse neu zu schreiben und zu optimieren. Für DABIS war es im Jahr 2010 wieder einmal soweit – zum vierten Mal seit der Gründung des Unternehmens.

Allein der Lebenszyklus einer Software-Generation mit über fünf Jahren spricht für sich. Nicht wenige Anbieter auch in unserem Bereich schreiben ihre Software eng in und auf das jeweilige Betriebssystem integriert und gebunden – beim nächsten Betriebssystem Update (vor allem bei Einsatz von MS Windows) muß nachgebessert werden, da Inkompatibilitäten und Programmabstürze aufgetreten sind.

DABIS ist eine Verfechterin der Server-/Client Trennung mit einer sinngerechten Zuordnung der Funktionalitäten in beide Bereiche. Der Trend der EDV ging in den vergangenen Jahren teilweise wieder in die Richtung der reinen Hostsysteme, nach dem die Erfahrungen mir dem Einsatz von lokalen PCs gezeigt hatte, daß der Wartungsaufwand der lokalen Workstations die erwarteten und vertretbaren Ausmaße überschritten hatte. Mit der Einführung von File- und Programmservern, Terminalservern und thin Clients wurde die Richtung wieder korrigiert, auch wegen der Sicherheitslücken in den Hostapplikationen, die zumeist Java als Grundlage benötigten, um wenigstens einigermaßen den Komfort der lokalen Workstations und Client-Funktionalitäten zu erreichen.

Die Server-Software basiert auf dem objektrelationalen DBMS SBS IV und Echtzeit-Speicherung und -Indexierung, also keine "trailing indices". Die eingesetzte Grundsprache ist GNU-C#. Entwickelt werden die Serverkomponenten prinzipiell auf Linux - und nach Fertigstellung eines Layers, Objekts oder Funktion auf Windows übertragen. Eingebunden wurden in den vergangenen Jahren in immer größerem Ausmaß Open Access Module und Softwarebereiche, die in npo (non profit organisations) und ngo (non government organisations) angesiedelt sind und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Es begann alles mit Z39.50 und einer de-facto-Normierung und umfaßt heute weiteste Bereiche wie den gesamten XML- und UTF-8 Verkehr. Glücklicherweise vorbei sind die Zeiten, in denen BibliothekarInnen mit Spezialtastaturen Haceks eingeben und Softwareentwickler diese als nichtkonforme Pixel auf den Bildschirm malen mußten.

Serverkomponenten müssen Daten speichern. Sie müssen sicher und schnell sein und die Integrität einer dahinter liegenden Datenbank gewährleisten können. Server müssen auf Anfrage den Clients und Usern Antworten geben, die den Berechtigungen dieser entsprechen. Server müssen für Browser HTML- und XML-formatierte und sortierte Ausgaben liefern. Was Serverkomponenten nicht tun sollten, ist regelwerkskonforme Prüfroutinen abarbeiten, Druckaufbereitung und sonstige Auswertungen - das ist Sache der lokalen Clients, damit sollten die Kapazitäten von Servern nicht belastet werden.

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